„Ofenfertig“ soll zeigen, dass Brennholz ohne weitere Trocknung verbrannt werden kann. Der Begriff allein ersetzt aber keinen messbaren Wert: Entscheidend sind Holzfeuchte beziehungsweise Wassergehalt und die richtige Lagerung.
Holzfeuchte und Wassergehalt sind nicht dasselbe
Die Holzfeuchte bezieht die enthaltene Wassermenge auf die trockene Holzmasse. Der Wassergehalt bezieht sie auf die gesamte feuchte Holzmasse. Deshalb können beide Prozentwerte für dasselbe Holz unterschiedlich ausfallen. Bei Anzeigen sollte eindeutig angegeben werden, welcher Wert gemeint ist.
So misst du sinnvoll
- Ein Scheit frisch aufspalten.
- Nicht außen, sondern an der neu entstandenen Innenfläche messen.
- An mehreren Scheiten und an mehreren Stellen prüfen.
- Messgerät passend zur Holzart verwenden und dessen Anleitung beachten.
Warum trockenes Holz wichtig ist
Feuchtes Holz benötigt einen Teil der Energie zunächst zum Verdampfen des Wassers. Das senkt die nutzbare Wärme, erschwert eine saubere Verbrennung und kann Ablagerungen sowie erhöhte Emissionen begünstigen.
Was HolzLotse in Anzeigen unterscheidet
Die Zustände „ofenfertig“, „vorgetrocknet“ und „frisch/feucht“ erleichtern die erste Einordnung. Für einen belastbaren Vergleich sind ein gemessener Prozentwert, Messmethode, Holzart und Lagerung trotzdem besonders hilfreich.
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